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Risiko für colorectale Adenome – Studie BJC

Im „British Journal of Cancer“ wurde eine Studie über den Zusammenhang von sportlich aktiven Jugendlichen zum Risiko für colorectale Adenome herausgegeben.

Es wurden 28250 Frauen befragt, wie sportlich sie in ihrer Jugend (12-22 Jahre) waren. Es konnte ein Zusammenhang zwischen hoher sportlicher Aktivität in der Jugend und geringerem Vorkommen von colorectalen Adenomen im weiteren Leben hergestellt werden.

Hier stellt sich die Frage, ob wir als Pflegekräfte unsere Aufklärungsarbeit auch auf das junge PatientInnengut ausweiten sollten. Viele unserer PatientInnen beschäftigen sich erst im Erwachsenenalter mit Vorsorgeuntersuchungen, gerade im Bereich der gastrointestinalen Erkrankungen. Um auch Jugendliche zu erreichen, könnte man Aufklärungsarbeit bei den Eltern leisten. 

Wichtig zu  bedenken ist hierbei, wo die Grenze zu ziehen ist. Fällt diese Aufklärung in unseren Aufgabenbereich?Ist diese Aufgabe an niedergelassene Ärzte, Kinderärzte oder pädiatrische Ambulanzen abzugeben oder geht uns die Vorsorgearbeit alle etwas an?

Quelle:
Br J Cancer. 2019 Jul;121(1):86-94. doi: 10.1038/s41416-019-0454-1. Epub 2019 May 22.

Physical activity during adolescence and risk of colorectal adenoma later in life: results from the Nurses‘ Health Study II.

Rezende LFM1,2Lee DH2Keum N3,4Nimptsch K2,5Song M2,6,7,8Lee IM8,9Eluf-Neto J1Ogino S8,10,11Fuchs C12Meyerhardt J13Chan AT6,7,11,14,15Willett W2,8,14Giovannucci E2,8,14Wu K2.

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Der Wert der Assistenz in der Coloskopie (Studie)

Im März 2018 wurde im Journal „Colorectal Disease“ des Springer Verlags eine randomisierte Studie veröffentlicht, in der Unterschiede in der Detektionsrate von Polypen oder Adenomen im Rahmen von Coloskopien, die entweder mit oder ohne „erfahrene“ Endoskopie-Assistenz durchgeführt wurden.

291 Untersuchungen wurden ohne „erfahrene“ Assistenz durchgeführt, d.h. nur der Arzt/die Ärztin selbst suchte nach Polypen/ Adenomen während bei 296 Untersuchungen zusätzlich eine „erfahrene“ Endoskopie-Assistenz nach Polypen/ Adenomen suchte, also quasi ein „4-Augen-Prinzip“ angewandt wurde.

Bei der ersten Gruppe lag die Polypendetektionsrate bei 33% und die Adenomdetektionsrate bei 23%. Bei der zweiten Gruppe („4-AugenPrinzip“) lag die Polypendetektionsrate bei 41,9% und die Adenomdetektionsrate bei 30,4%.

Daraus lässt sich schließen, dass vier „erfahrene“ Augen mehr sehen als zwei. Eine „erfahrene“ Endoskopie-Assistenz kann somit einen wesentlichen Beitrag zur Entdeckungsrate von Polypen bzw. Adenomen leisten.

Ich persönlich finde diese Studie sehr interessant, jedoch ergeben sich für mich Fragen, die noch näher beleuchtet werden sollten:

Ab wann gilt eine Endoskopie-Assistenz als erfahren genug um wirklich einen wesentlichen Beitrag zur Entdeckungsrate beizutragen? Sollte dieser Aspekt in unserer Ausbildung bzw. im Rahmen der Einschulung berücksichtigt werden?

Würde auch eine unerfahrene Assistenz etwas zur Entdeckungsrate beitragen? Einfach weil mehr Augen mehr sehen?

Wie sollte das Verhältnis zwischen lernenden Ärzten und lernenden Assistenzen gehandhabt werden? Ist es sinnvoll, immer erfahrene Assistenzen mit auszubildenden Ärzten zusammenarbeiten zu lassen, um dadurch eine suffiziente Polypen/Adenom Entdeckungsrate zu gewährleisten?

Die positive Take-Home-Message der Studie ist für mich, dass eine erfahrene Endoskopie-Assistenz zu einer höheren Polypen/ Adenom Detektionsrate führt und somit maßgeblich zur Qualität einer Coloskopie beitragen kann!